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Was passiert in meinem Lektorat?

Ich höre sehr oft, dass Autorinnen und Autoren wenn das Manuskript dann fertig ist, Angst davor haben, es ihrem oder ihrer Lektor/-in zu schicken.

Glaub mir, so geht es mir auch als Autorin, aber was ganz wichtig ist:

Lektor:innen sind auf der Seite der Schreibenden. Nicht gegen sie. Natürlich kann es sein, dass das Manuskript von einem Lektor oder einer Lektorin abgelehnt wird. Aber auch das geschieht nicht ohne Grund.

  • Zeitliche Kapazitäten spielen eine Rolle
  • Manchmal auch das Genre

Und wenn es am Handwerkszeug liegen sollte, ist das dennoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Man kann nicht alles perfekt von Anfang an können und im Grunde ist es nur fair von einem Lektor oder einer Lektorin, wenn die Rückmeldung kommt: Bitte erst mal noch ein wenig dazulernen und das Manuskript überarbeiten.

Denn: Das spart jede Menge Geld. 

Es ist ebenso ein Anstoß, weiter zu machen, wie wenn man das Manuskript in einem Lektorat unterbringen kann.

Jetzt gehen wir einfach mal davon aus, dass dein Manuskript fertig ist und nun möchtest du es lektorieren lassen.

Vielleicht hast du mich im Internet gefunden oder aber jemand hat mich weiterempfohlen (das würde mich natürlich sehr freuen). Im ersten Schritt freue ich mich dann einfach über eine eMail an meine Mailadresse (die findest du hier), wo du mir ein wenig von deinem Manuskript erzählst und von dir natürlich und dann einfach nur anfragst, ob ich zeitliche Kapazitäten habe. Ich kann mir meistens alles flexibel einrichten, also nur Mut. Ich freue mich über jede Mail.

Ich melde mich dann so schnell als möglich zurück und wenn alles so weit erst mal passt, frage ich dich nach einem Auszug aus deinem Manuskript.

Am liebsten ist mir dabei, wenn du mir zwei Seiten zukommen lässt in Word. Eine Seite vom Anfang des Romans und eine aus der Mitte. Den Zusammenhang muss ich da erst einmal noch nicht verstehen.

Daneben klappern wir noch ein paar andere Dinge ab:

  • Was ist dir bei meinem Lektorat noch wichtig, außer dass ich nach dem Stil schaue und wie der Plot funktioniert etc. Gibt es bestimmte Stellen, die dir Schwierigkeiten bereitet haben, wo ich noch mal gesondert drauf eingehen soll etc.

Ich fertige dann ein Probelektorat an, um den Arbeitsaufwand für mich einschätzen zu können und was noch viel wichtiger ist: Anhand dessen kannst du sehen, wie ich arbeite. Wie schreibe ich Kommentare? Wie bearbeite ich deinen Text. Alles wird nachvollziehbar im Manuskript hinterlegt, sodass du meine Arbeit jederzeit nachverfolgen kannst.

Die Seiten, die du mir schickst, müssen auch keine Normseiten sein. Ich kann mir das alles ausrechnen anhand deiner Einsendung.

Mithilfe einiger weiterer Daten – wie viele Seiten das Projekt insgesamt hat etc. – erstelle ich dann aus all dem ein Angebot für dich und sende das Probelektorat mit dem Angebot zurück.

Das schaust du dir alles in Ruhe an und kannst dann entscheiden, ob wir zusammenpassen oder ob du lieber mit einem Kollegen oder einer Kollegin von mir arbeiten möchtest.

Und bitte: Keine falsche Scheu. Wenn ich nicht zu dir passe, dann ist das völlig in Ordnung. Es ist dein Buch, dein Projekt und du musst dich mit jedem Arbeitsschritt wohlfühlen.

Wenn wir zusammenkommen, sendest du mir dein Manuskript als Worddatei zu und ich fange mit meiner Arbeit an. Je nachdem wie umfangreich das Projekt ist, brauche ich zwei bis vier Wochen in der Regel.

Und schon ist dein Manuskript wieder bei dir und du kannst in die Überarbeitung starten.

Während dieser Zeit stehe ich selbstverständlich immer mit Rat und Tat bei allen Fragen zur Seite.

Und dann?

Schickst du mir das Manuskript noch einmal für eine zweite Schleife, denn das ist im Preis mit drin. Ich gehe noch mal alles durch, wir besprechen kritische Stellen und dann kehrt es endgültig in deine Hände zurück.

Natürlich unterstütze ich dich auch auf diesem zweiten Weg und drücke dann fest die Daumen, dass es ein großer Erfolg wird.

Eigentlich alles ganz einfach oder?

Und ja, ich weiß. Lektorate sind nicht billig, aber:

Ich biete auch Ratenzahlungen an, wenn wir vorab darüber sprechen. Kein Problem.

Oder Teillektorate.

Sprich mich einfach an, wir finden eine Lösung. Und wenn es nicht klappen sollte:

Ich kenne jede Menge andere tolle Lektorinnen (tatsächlich eher nur Frauen), die ich dir empfehlen kann.

Interessiert?

Na, dann ran an die Tasten und schreib mir eine Mail.

Ich freue mich!

Deine

Daniela

PS: Wenn du von mir als Autorin lesen willst, dann spring schnell rüber in meinen Blog. Den findest du hier.

PPS: Du hast Wünsche für meinen Blog, dann schreib mir. Ich freue mich!

Ein Kommentar

  • Kassia

    Weiterempfehlungen sind tatsächlich eine tolle Sache. So haben wir uns ja auch kennengelernt und ich kann nur bestätigen, dass es wirklich so einfach ist. Zumindest die Anfrage. Natürlich kommt da viel Arbeit auf die Schreibenden zu, denn die vielen Anmerkungen wollen schließlich eingearbeitet werden. Aber vor einem Lektorat muss wirklich niemand Angst haben. Schon gar nicht bei dir. Da gibt es auch immer Lob für gelungene Stellen oder auch mal witzige Anmerkungen. Im Grunde ist ein Lektorat aber viel mehr. Wenn die Autor:innen aufgeschlossen sind und die Kritik nicht als Angriff auf ihre Person, sondern als wohlmeinende Hilfestellungen annehmen, dann ist das Geld gut investiert in das eigene Schreibhandwerk. Angst muss also niemand vor dem Lektorat haben. Schon gar nicht bei dir. Und wenn ich jetzt endlich mal in die Pötte komme, dann kann ich dir hoffentlich bald mein neues Manuskript schicken.

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